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Regina Liedtke, Praxis für kreatives Gestalten und Supervision
 

Kunsttherapeutische Traumatherapie

 
 

Wie soll ich mich finden in diesem Niemandsland?

 
 


Ein Psychotrauma ist eine tiefgreifende Ohnmachtserfahrung, die die persönlichen Bewältigungsmöglichkeiten des einzelnen übersteigt. Basale Überlebensmuster wie Kampf, Flucht, Erstarren oder das Verlassen des Körpers werden aktiviert. Diese Erlebenszustände bleiben nicht selten bruchstückhaft bestehen. Das kann dazu führen, dass das Erlebte nur teilweise oder gar nicht der bewussten Erinnerung zugänglich ist. Erfolgen Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalt durch nahe Beziehungspersonen, hinterlassen sie tiefe seelische Wunden. Besonders gravierend sind traumatisierende Einflüsse in der pränatalen Phase und dem frühen Kindesalter. Oft überlagern sich Traumata verschiedener Art aus unterschiedlichen Lebenszeiten. Unter Umständen wirken sie sich über mehrere Generationen hinweg aus.

Menschen kommen dann z.B. in die Therapie und sagen: „Da ist so eine Trauer, weil ich mir selber völlig abhanden komme.“

Symptome einer Traumastörung können sein: Zeichnung von © Regina Liedtke

  • Übererregung, Unruhe und Reizbarkeit
  • aggressive Durchbrüche, verletzendes Verhalten gegen andere oder sich selbst
  • sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen, z.B. in Alpträumen
  • Angst- und Panikzustände
  • Vermeiden von Reizen, die an das traumatische Ereignis erinnern (Personen, Orte, Stresssituationen, Geräusche, Gerüche, Berührungen …)
  • Rückzugsverhalten, emotionale Taubheit, innere Teilnahmslosigkeit
  • ein Gefühl, neben sich zu stehen, wie betäubt zu sein oder sich aufzulösen
  • Konzentrations- / Gedächtnisstörungen (z.B. Erinnerungslücken)
  • psychosomatische Beschwerden und Schmerzzustände
  • zwanghafte Gedanken oder Verhaltensweisen (z.B. Waschzwang nach sexuellem Missbrauch)
  • Misstrauen, erschüttertes Selbst- und Weltverständnis

Was passiert, wenn eine Traumastörung getriggert wird?

Zeichnung von © Regina Liedtke

Menschen mit einer Traumastörung wirken nicht selten in ihrer Alltagsbewältigung normal kompetent. Sie befinden sich in einer Art Funktionsmodus. Werden jedoch ihre seelischen Verletzungen berührt, können sie abrupt in einen Zustand heftiger Betroffenheit kippen. Das Trauma wird getriggert.

Hierzu verlinke ich mit bestem Dank das Erklärvideo von Marianne Herzog, Mitglied im TriRegio Netzwerk Psychotraumatologie.


Kunsttherapeutische Traumatherapie

In der Traumatherapie versagt häufig die Sprache. Sie ist das Medium, das am Ende eines langen Prozesses steht. Die Versprachlichung des Erlebten ist hirnphysiologisch erst einmal nicht möglich. Die Kunsttherapie als non- bzw. präverbales Verfahren dagegen schafft einen Zugang zum Unbewussten und bahnt verbales Verstehen durch sinnlich-praktisches Erleben langsam an. Sensomotorische Wahrnehmungen aus dem Traumageschehen sind im impliziten Gedächtnis als Körpereindrücke gespeichert und finden über die körper- und handlungsbezogene Arbeit mit kunsttherapeutischen Materialien ihren Ausdruck. Im episodischen Gedächtnis gespeicherte szenische Erinnerungen haben bildhaften Charakter. Sie bekommen in der Imaginationsarbeit (Hypnotherapie) und dem kreativen Gestalten wie dem Malen eines Bildes eine Projektionsfläche und werden somit der Traumabearbeitung zugänglich. Elemente aus dem Psychodrama und der Aufstellungsarbeit ermöglichen es, Ich-Zustände und Introjekte deutlich zu konturieren und szenische Abläufe wieder in einen Kontext zu stellen.

Durch Erfahrungen von Selbstwirksamkeit wird den traumatypischen Ohnmachtsgefühlen entgegengewirkt und das Selbstvertrauen gestärkt.

Besonderer Wert kommt der Tragfähigkeit der therapeutischen Beziehung zu, da das Vertrauen eines traumatisierten Menschen oft tief und unter Umständen bereits seit einer frühen Lebensphase erschüttert ist.


Kosten

kostenloses Vorgespräch
1 Einzelstunde (60 min.) = 80,00 EUR

 

 
 
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